Granada • Städteguide
Es gibt in Granada Sehenswürdigkeiten ohne Ende. Deshalb ist Granada eine der Städte in Spanien, die du bei deinem Andalusien-Trip auf keinen Fall verpassen solltest. Uns hat es hier so gut gefallen, dass wir auf jeden Fall nochmal wiederkommen werden. Granada eignet sich perfekt als Ausgangspunkt für deine Andalusien-Reise, aber auch als Zwischenstopp, da die Stadt gut mit anderen Teilen der Region verbunden ist. Sie liegt am Fuße der Sierra Nevada und ist bekannt für ihre beeindruckende maurische Architektur, allen voran die berühmte Alhambra. Granada hat eine Menge sehenswerter Orte und vor allem Kirchen, die dich begeistern werden.
01. Alhambra
Die Alhambra ist wohl die bekannteste aller Granada Sehenswürdigkeiten, wenn nicht sogar aller Sehenswürdigkeiten in ganz Andalusien. Die Festung gehört mittlerweile zum UNESCO Weltkulturerbe. Ein Rundgang durch die Alhambra ist über 3 Kilometer lang. Man kann die Festung also auch als eigene Stadt bezeichnen. Die Alhambra besteht aus mehreren Teilen: Den Nasridenpalästen, der Alcazaba, dem Palast von Carlos V, der Generalife und den Gärten der Alhambra. Die Alhambra ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Spanien und ca. 3 Millionen Besucher sehen sich die Festung jedes Jahr an. Du solltest also deinen Besuch frühzeitig planen und vorab Tickets kaufen.
Die Nasridenpaläste:
Die Nasridenpaläste sind DAS Highlight der Alhambra und du solltest diese auf keinen Fall verpassen. Wichtiger Hinweis vorab: Die Nasridenpaläste sind nicht im allgemeinen Ticket inbegriffen, sondern müssen beim Ticketkauf extra mit gekauft werden. Außerdem mmusst du direkt ein Zeitfenster buchen, in dem du in die Nasridenpaläste hinein gelassen werden willst. Wir empfehlen dir hier die frühestmögliche Zeit. Dann ist es zwar auch nicht wirklich leer, aber über den Tag verteilt wird es immer voller in den Palästen.
Die Nasridenpaläste wurden von den Nasriden, der letzten muslimischen Dynastie auf der Iberischen Halbinsel, im 14. Jahrhundert erbaut. Die Paläste dienten nicht nur als königliche Residenz, sondern auch als politisches und administratives Zentrum des Nasridenreichs. Sie sind ein Symbol für den Höhepunkt der maurischen Herrschaft in Andalusien. Der Bau der Nasridenpaläste begann unter der Herrschaft von Muhammad I. im Jahr 1238 und wurde von seinen Nachfolgern weitergeführt, insbesondere von Yusuf I. und Muhammad V., die für die prächtigsten Teile der Paläste verantwortlich sind.
Die Paläste wurden auf den Ruinen älterer Gebäude errichtet und im Laufe der Jahre kontinuierlich erweitert. Die Paläste spiegeln die Pracht und Macht der Nasridenkönige wider, aber auch ihre Verbundenheit mit der islamischen Kultur und Religion. Sie wurden so entworfen, dass sie sowohl als Wohnsitz als auch als Repräsentationsort dienten, um Gäste zu empfangen. Die Architektur ist stark symbolisch: filigrane Stuckarbeiten, komplizierte Kalligraphien und geometrische Muster verweisen auf den Koran und die islamische Kunst, während Wasserelemente wie Brunnen und Becken das Paradies auf Erden darstellen sollen.
Die Paläste sind in verschiedene Bereiche unterteilt, von denen jeder seine eigene Funktion hatte. Der Palast der Comares war der offizielle Thronsaal und diente für wichtige diplomatische Treffen. Der Palast der Löwen hingegen war der private Wohnbereich des Herrschers und seiner Familie. Insgesamt waren die Nasridenpaläste nicht nur ein Ort zum Leben, sondern auch ein politisches und spirituelles Zentrum, das die Macht und den Reichtum der Nasriden in einer Zeit zeigt, als sie von der christlichen Rückeroberung bedroht waren. Sie sind bis heute ein Meisterwerk islamischer Baukunst und verkörpern die kulturelle Blütezeit des mittelalterlichen Andalusiens.
Du solltest dir für die Nasridenpaläste mindestens 1 Stunde Zeit nehmen. Wir waren mit vielen Fotos und Videos sogar 2 1/2 Stunden in den Nasridenpalästen. Es gibt einfach an jeder Ecke neue Mosaike, verzierte Wände und Säulen oder Brunnen. Es bieten sich dir so viele schöne Fotomotive. Die Nasridenpaläste sind echt einzigartig und es sind die schönsten Paläste, die wir bisher gesehen haben. Die Alhambra bietet auch Nachttouren in den Nasridenpalästen an, bei denen alles total schön beleuchtet sein soll. Sicherlich auch lohnenswert. Wir wollten diese Tour mitmachen, aber leider ist Jenny krank geworden und wir mussten die Tour ausfallen lassen. Wir werden diese aber auf jeden Fall nachholen.






Die Alcazaba:
Alcazaba bedeutet Festung und genau das war dieser Teil der Alhambra auch. Die Alcazaba ist der älteste Teil der Alhambra in Granada und eine der bedeutendsten Festungen der islamischen Architektur. Sie befindet sich im westlichen Teil der Alhambra auf dem Sabikah-Hügel in Granada. Sie ist der älteste und am stärksten befestigte Teil der gesamten Anlage und thront auf einem strategisch günstigen Punkt, von dem aus man sowohl die Stadt Granada als auch das umliegende Tal gut überblicken kann. Die Alcazaba ist der erste Bereich gewesen, den man beim Betreten der Alhambra von der Haupteingangspforte aus erreicht, und sie bildet den Kern der militärischen Verteidigungsstruktur der gesamten Anlage. Als militärische Festung diente die Alcazaba zur Verteidigung des Nasridenreichs. Heute kannst du die Wachtürme der Festung besteigen und hast so eine mega Aussicht auf Granada.



Palacio de Carlos V:
Dieser Renaissance-Palast wurde auf Befehl von Kaiser Karl V. im 16. Jahrhundert errichtet und steht inmitten der Alhambra, neben den Nasridenpalästen. Der Palast wurde aber nicht mehr zu Lebzeiten des Kaisers fertiggestellt. Der Palast zeichnet sich durch seine runde Innenhofstruktur aus. Dieser hat einen Durchmesser von ca. 31 Metern. Umgeben ist der Innenhof von zwei Gängen. einer auf der unteren Etage und einer auf der oberen, welche mit Säulen geschmückt sind. In dem Palast findest du nicht so viele Verzierungen, wie in den Nasridenpalästen, aber das tut der Schönheit trotzdem keinen Abbruch.


Generalife:
Den Generalife Palast findest du im Osten, außerhalb der Mauern der Alhambra. Dieser ist aber trotzdem im Ticketpreis inbegriffen und neben den Nasridenpalästen der schönste Ort. Dieser Sommerpalast der Nasridenkönige diente einst als Rückzugsort abseits des hektischen Hoflebens. Du machst von der Alhambra aus einen 10-15 minütigen Spaziergang durch eine Zypressenallee zu den Generalife. Dabei siehst du wundervoll angelegte Gärten mit schönen Teichen. Auch in den Generalife selbst hast du schön angelegte Gärten und Brunnen mit Wasserspielen. Das Highlight für uns war der Patio de la Acequia. Wir finden dieser Platz mit dem langen Wasserbecken hat viel Ähnlichkeit mit den Nasridenpalästen. Allgemein ist dieser Palast aber eher schlichter gehalten als die Nasridenpaläste. Das macht die Generalife aber nicht weniger sehenswert. Von dem Generalife aus hast du außerdem einen richtig schönen Blick auf die Festung Alhambra selbst.



Öffnungszeiten:
Tagestouren
15. Oktober – 31. März
Mo. – So. 08:30 – 18:00 Uhr
1. April – 14. Oktober
Mo. – So. 08:30 – 20:00 Uhr
Für die Nasridenpaläste muss beim Kaufen des Tickets ein Zeitslot gebucht werden.
Nachttouren:
15. Oktober – 31. März
Mo. – So. 20:00 – 21:30 Uhr
1. April – 14. Oktober
Mo. – So. 22:00 – 23:30 Uhr
Eintrittspreis:
Ist abhängig davon, welches Paket man wählt. Für die komplette Alhambra mit Nasridenpaläste kostet der Eintritt 20€.
Es gibt Kombitickets, für Tagestouren und Nachttouren. Auch ein Paket mit anderen historischen Stätten in Granada kann gebucht werden.
Tickets unbedingt mehrere Wochen im voraus buchen!
Standort:
C. Real de la Alhambra
18009 Granada
Spanien
Parkplätze sind direkt an der Alhambra vorhanden. Diese sind kostenpflichtig.
02. Mirador de San Nicolás



03. Monasterio de la Cartuja
Du weißt gar nicht wo du zuerst hinsehen sollst. Besonders beeindruckend ist alles um den Altar herum. Hinter dem Altar geht es ins Sanktuarium. Hier ist alles in Marmorstil und in Gold gehalten. Vom Altar aus sieht man den Raum nicht direkt, sondern schaut auf eine Spiegelfront, hinter der sich das Sanktuarium befindet. Links neben dem Altar befindet sich noch die Sakristei. Auch diese ist nicht weniger beeindruckend als die Kirche selbst. Hier findest du Gemälde, Marmor, Holz und weitere Stile und Arten miteinander vereint. Ein echt beeindruckendes Bild. Wir können gar nicht sagen, ob uns die Kirche oder die Sakristei besser gefällt. Wir fanden beides mega beeindruckend.
Öffnungszeiten:
So.-Fr. 10:00-18:00 Uhr
Sa. 10:00-12:15 Uhr & 15:00-17:30 Uhr
Eintrittspreis:
Erwachsene: 6€
Kinder unter 12: kostenlos
Studenten unter 25: 4,50€
Es gibt Kombitickets, falls man mehrere Klöster und Kirchen besichtigen will!
Standort:
P.º de Cartuja, s/n, Beiro
18011 Granada
Spanien
Parkplätze sind von der Uni vorhanden. Je nach Wochentag und Tageszeit mal mehr mal weniger gut.











04. Basílica de San Juan de Dios
Alleine das Kirchenschiff lohnt es sich anzuschauen. Du findest hier an den Decken richtig schöne Malereien. Das Highlight ist aber der Altarbereich. Hier ist alles und ich meine wirklich alles vergoldet. Du weißt gar nicht, wo du zuerst hinschauen sollst. Aber auch ein Blick in die andere Richtung, Richtung Holztür, lohnt sich. Diese Kirche sieht einfach nur toll aus. Im Kirchenschiff hast du auch die Möglichkeit eine VR Brille aufzusetzen. Diese ist im Preis inbegriffen und du kannst dir die Kirche aus Drohnenperspektive ansehen. Vom Kirchenschiff aus führen zwei Treppen nach „oben“ hinter den Altar. Hier befinden sich 3 Grabkapellen. Auch diese sind nicht mit weniger Gold verziert. Von dort oben kannst du aber auch runter in das Kirchenschiff schauen, was auch nochmal ein ganz besonderer Blick ist.
Öffnungszeiten:
Mo.-Sa. 09:30-18:50 Uhr
Sa. 09:30-11:50 Uhr & 13:30-18:50 Uhr
Eintrittspreis:
Erwachsene: 10€
Senioren über 65: 9,50€
Kinder unter 12: kostenlos
Kinder über 12 Jahre, Studenten unter 25: 9€
Standort:
C/ San Juan de Dios, 17
18001 Granada
Spanien
Parkplätze sind in der Altstadt von Granada vorhanden. Achtung Parkplätze und Straßen sind hier sehr eng.








05. Catedral de Granada
Öffnungszeiten:
Mo.-Sa. 10:00 – 18:15 Uhr
Sa. 15:00 – 18:15 Uhr
Eintrittspreis:
Erwachsene: 6€
Kinder unter 12: kostenlos
Studenten unter 25: 4,50€
Es gibt Kombitickets, falls man mehrere Klöster und Kirchen besichtigen will!
Standort:
C. Gran Vía de Colón, 5
18001 Granada
Spanien
Parkplätze sind in der Altstadt von Granada vorhanden. Achtung Parkplätze und Straßen sind hier sehr eng.






06. El Bañuelo
El Bañuelo ist eins der arabischen Bäder in der Altstadt von Granada. Zugegeben, man muss es erstmal ein wenig suchen. Von außen ist nämlich nicht direkt ersichtlich, was sich hier hinter verbirgt. Das Bad stammt aus dem 11. Jahrhundert. Die findest hier leere Räume, die mit Bögen geschmückt sind. In der Decke findest du Löcher, teils in Sternform, die der Belüftung dienten und für Licht sorgen. In dem großen der Räume findest du auch an den Säulen noch schöne Verzierungen. Wir finden, wenn man sowieso in die Alhambra geht, kann man das Bad mitnehmen. Es sieht echt cool aus und bietet auch das ein oder andere Fotomotiv.
Öffnungszeiten:
15 September – 30. April
Mo. – So. 10:00 – 17:00 Uhr
1. Mai – 14. September
Mo.-So. 09:00 – 14:30 Uhr & 17:00 – 20:30 Uhr
Eintrittspreis:
Erwachsene: 7,42€
Kinder unter 12: kostenlos
Es gibt Kombitickets mit der Alhambra und weiteren historischen Stätten in Granada.
Standort:
Carrera del Darro, 31
18010 Granada
Spanien
Parkplätze sind in der Altstadt von Granada vorhanden. Achtung Parkplätze und Straßen sind hier sehr eng.


07. El Maristán de Granada
Der Maristán de Granada war das erste Krankenhaus der Stadt Granada. Er wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Der Maristán von Granada diente ursprünglich zur Behandlung von Kranken, insbesondere von psychisch Erkrankten, und galt als eines der modernsten seiner Zeit. Er gab einen Innenhof und einen Brunnen. Heute sind von dem Maristán nur noch Ruinen erhalten. Wir müssen sagen, dass wir nicht vorgehabt haben uns das alte Krankenhaus anzusehen. Wir haben gedacht, dass es dort zu den Bädern geht. Wir würden auch sagen, dass es sich aus unserer Sichtweise nicht wirklich gelohnt hat. Es steht nur noch ein Haus mit leeren räumen, in denen ein paar infotafeln stehen. Auf dem Innenhof sieht man weitere Grundmauern und kann erahnen, was früher dort stand.



Was es in Granada noch zu sehen gibt?
Hier findest du die Orte, die wir gerne noch gesehen hätten, wenn wir etwas mehr Zeit gehabt hätten, um uns in Granada Sehenswürdigkeiten anzuschauen:
Der Palacio de Dar al-Horra ist ein Palast in Granada, der im 15. Jahrhundert als Residenz der Mutter des letzten Nasridenkönigs, Boabdil, diente. Dieser Palast bietet wunderschöne Innenhöfe, sowie spektakuläre Ausblicke auf die Alhambra und die Stadt.
Die Capilla Real in Granada ist eine Kapelle, die im 16. Jahrhundert erbaut wurde und die Grabstätte der Könige, Isabel I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragon, ist. Sie befindet sich neben der Kathedrale von Granada.
Die Casa Horno del Oro wurde ursprünglich im 15. Jahrhundert erbaut. Dieses Haus verbindet typische andalusische Elemente, wie Innenhöfe, mit arabischer Baukunst. Heute dient die Casa Horno del Oro als Museum und bietet einen Einblick in das tägliche Leben der Nasridenzeit sowie einen beeindruckenden Blick auf die Alhambra.
Das Carmen de la Victoria ist ein historischer Garten mit einem typischen andalusischen Haus. Ursprünglich als Rückzugsort für die Nasridenkönige genutzt, bietet dieser „Carmen“ (eine Villa mit ummauertem Garten) heute wunderschöne Terrassen mit atemberaubenden Ausblicken auf die Alhambra und die Sierra Nevada.
Der Granada Food Guide:
Hier haben wir dir alle Restaurants und Cafés aufgelistet, die wir dir weiterempfehlen können.
La Nonna Carmela ist ein italienisches Restaurant in de Altstadt von Granada. Wir haben dort beide Nudeln und Nachtisch gegessen und fanden es sehr lecker. Preislich gesehen war das Restaurant nicht super teuer, aber auch nicht günstig. Wir würden auf jeden Fall nochmal hier essen. 

Enjoy It ist ein Restaurant in dem Shopping Center Nevada. Du bekommst hier Burger, Fleisch, Wraps, Pizza, Nudeln, Pommes und vieles mehr. Wir fanden das Essen lecker. Was uns allerdings gestört hatte, war das beispielsweise beim Bestellen des Burgers nur der Burger kam. Ohne irgendeine Beilage. Preislich war das Restaurant aber in Ordnung.
Unsere Granada Videos
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