Amsterdam • Reiseguide

Amsterdam ist als Hauptstadt der Niederlande auf jeden Fall einen Kurztrip wert. Obwohl Amsterdam keine kleine Stadt ist, wirkt sie zwischendurch immer wieder sehr ruhig und entspannt durch die vielen kleinen Sträßchen und Grachten. Amsterdam kann aber auch anders und ist vor allem auf den Hauptstraßen und in den beliebten Vierteln extrem belebt. Dieser Mix macht Amsterdam auch für viele so attraktiv als Ziel für eine Städtereise. Wir waren auch kurz dort und haben uns die bekannstesten Dinge angeschaut und dir die Sehenswürdigkeiten hier aufgelistet, damit du weißt, was du dir angucken solltest, wenn du da bist. Außerdem haben wir die die Kosten unseres Trips aufgeschrieben, damit du weißt, wie viel Budget du einplanen solltest.

Amsterdam Niederlande Randbild

01. A’DAM Lookout • Schaukeln in 100 Metern Höhe

Der A’DAM Lookout ist eine Aussichtsplattform in der 20. Etage des A’DAM Towers in 100 Metern Höhe. Bevor es nach oben geht hast du erstmal die Gelegenheit vor einem Greenscreen ein cooles Foto zu machen. Davor steht ein „Metall“-Balken, wie man ihn von dem bekannten Bild der Bauarbeiter über New York kennt. Da kannst du posieren, wie du möchtest und die Bilder dann nachher herrunterladen bzw. ohne Branding und in besserer Qualität auch kaufen. Danach geht’s mit dem Aufzug nach oben. Der Aufzug ist auch ganz cool. Er hat eine durchsichtige Decke und im Aufzugschacht ist eine Lichtinstallation, sodass du eine kleine „Show“ mit Licht- und Toneffekten bekommst.
Von oben auf der Aussichtsplattform hast du einen 360° Rundumblick über Amsterdam. Bei gutem Wetter, wie wir es glücklicherweise hatten, kannst du richtig weit gucken und die ganze Stadt von oben sehen. Der Ausblick hier ist wirklich mega. Neben den „Fotolöchern“ in der Begrenzung gibt es auch zwei höher gelegene Plattformen, sodass du super Fotos ohne nerviges Geländer von oben hinbekommst. Als zusätzliche Fotospots gibt es noch ein rotes Pferd und einen großen A’DAM Schriftzug, die beide ganz cool aussehen. Zusätzlich dazu gibt es auch noch eine Bar und ein Restaurant, in dem du ein bisschen was esen und trinken kannst während du den Blick über Amsterdam genießt. Die Preise sind jetzt nicht günstig, aber wir würden sagen so wie man sie bei so einer Attraktion erwartet. Mit 5€ für ein Getränk und 15€ für ein Gericht musst du ungefähr rechnen.
Das eigentliche Highlight auf dem A’DAM Lookout ist aber die Schaukel, die am Rand des Turms gebaut ist. Ja, richtig gehört. Du kannst über dem Rand eines 100m hohen Turms in Amsterdam schaukeln! Das Ganze ist nicht im Ticket für den Aussichtsturm drin, sondern muss für 6€ pro Person dazu gebucht werden. Wir waren auch sehr gespalten, ob sich das nun lohnt oder nicht. Flo war hell auf begeistert und war fast schon entäuscht, dass man nur ca. eine Minute lang schaukelt. Die Aussicht da oben ist richtig cool. Man schaukelt wirklich über dem Rand des Gebäudes, kann den Riesen Amsterdam-Schriftzug auf dem Dach des Bahnhofs sehen und guckt über ganz Amsterdam. Wirklich mega! Aber Jenny war nicht so begeistert. Sie fand die Höhe zu viel und konnte die Aussicht nicht so wirklich genießen. Für Jenny hätte das Schaukeln auch gerne schon nach den ersten Sekunden wieder vorbei sein dürfen. Also für Leute mit Höhenangst ist das sicherlich nix, aber wenn du da kein Problem mit hast und ein kleines bisschen Nervenkitzel magst solltest du dir das Schaukeln wirklich nicht entgehen lassen. Sieh dir hierzu auch gerne unseren Vlog an. Unsere Gesichter sprechen Bände.

02. Anne Frank Haus • Das Versteck mit dem Bücherschrank

Wir sind beide wirklich keine Museumsgänger, aber waren beide der Meinung, dass wir unbedingt ins Anne Frank Haus gehen müssen, wenn wir in Amsterdam sind. Und es war echt interessant sich die Geschichte nochmal anzusehen und anzuhören. Anne Frank kennt vermutlich jeder. Viele lesen das bekannte Tagebuch in der Schule und selbst wenn nicht hat man wahrscheinlich zumindest im Geschichtsunterricht mal davon gehört. Das jüdische Mädchen ist wegen des Antisemitismus mit ihrer Familie aus Deutschland in die Niederlande gezogen. Doch mit Beginn des zweiten Weltkriegs überfällt Deutschland auch die Niederlande und Anne und ihre Familie tauchen im Hinterhaus der Firma ihres Vaters unter. Hier wurden die berühmten Tagebücher geschrieben, die auch heute noch gedruckt, verfilmt und aufgeführt werden. Ihr Vater, als einziger Überlebender der Familie, hat die Bücher der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, nachdem Anne im KZ gestorben ist.
Im Haus ist noch viel original eingerichtet. Es stehen noch original Möbel in dem Hinterhaus, teilweise sind sogar Tapeten mit Postern erhalten oder Teile der Kücheneinrichtung. Auch der berüchtigte Bücherschrank ist noch erhalten. Die Geschichte wird über einen Audioguide in vielen verschiedenen Sprachen erklärt. Teilweise mit Videos von Zeitzeugen oder mit Bildern und Exponaten. Insgesamt ist die Tour definitiv lohnenswert. Du bekommst einige Einblicke in das Leben einer jüdischen Familie in der Zeit des zweiten Weltkriegs. Wir waren selbst auch ein bisschen bedrückt, als wir durch das Museum gelaufen sind, weil einem nochmal gezeigt wird, wie schlimm das Leben für die Familie gewesen sein muss. Also selbst für nicht-Museumsgänger, wie wir es eigentlich auch sind, ist das Anne Frank Haus Pflicht bei einem Trip nach Amsterdam.

03. Blumenmarkt • Unzählige Blumen so weit das Auge reicht

Der Blumenmarkt in Amsterdam ist genau das, was du erwartest. Hier gibt es ohne Ende Blumen auf ca. 300 Metern. Das Besondere an diesem Markt ist nicht nur die schiere Anzahl von Zier- und Schnittblumen, Blumenzwiebeln und, da der Markt natürlich eine Touristenattraktion ist, auch reichlich Souvenirs, sondern vor allem, dass er schwimmt. Der Markt heißt wörtlich übersetzt „treibender Blumenmarkt“, weil sich die Verkaufsstände auf Booten befinden. Früher wurden die Blumen direkt aus den Booten verkauft, heute sind es aber eher richtige Plattformen auf denen die Stände gebaut sind. Die Boote oder Plattformen sind fest am Ufer und man merkt nicht, dass es eigentlich Boote auf dem Wasser sind. Also keine Angst davor seekrank zu werden 😉 Der Blumenmarkt ist auch täglich geöffnet, sodass du eigentlich immer her schlendern kannst, um dir die vielen verschiedenen Blumenarten anzuschauen.

04. The Upside Down Museum • Hier wird alles auf den Kopf gestellt

Das Upside Down Museum in Amsterdam ist wirklich cool. Das haben wir vorher schon gefunden gehabt und gedacht, dass wir uns das evtl. mal anschauen, je nach dem wie viel Zeit so bleibt. Und als es dann am zweiten Tag total geregnet hat, sind wir hier her. Praktischerweise nur ein paar Meter von unserem Hotel entfernt (wir haben im MotelOne übernachtet – mit mega Aussicht vom Zimmer by the way). Das Ganze ist ein Instagram Museum auf ca. 1.500m². Die meisten Räume und Dekors hier sind auf dem Kopf, wie der Museumsname schon verrät. Das Mobiliar klebt also an der Decke. Wenn du dann Fotos machst und diese dann später umdrehst, sieht es so aus, als würdest du an der Decke kleben. Da kommen richtig coole Fotos bei rum!
Wenn du alleine unterwegs bist gibt es in vielen Räumen eine fest installierte Kamera vom Museum, die ein Foto von dir macht. Einfach den QR-Code, den du am Eingang bekommst, scannen, Foto machen lassen und später die Fotos herunterladen (das ist kostenlos bzw. im Eintrittspreis von 25€/Person enthalten) oder gegen Gebühr direkt vor Ort ausdrucken. Sonst sind aber natürlich auch Fotos mit der eigenen Kamera erlaubt. Ist auch empfehlenswert zumindest das Handy für Fotos mitzunehmen, weil nicht an jedem der vielen Orte eine Kamera ist. Hier gibt es auch wirklich viele Highlights. Neben den Räumen auf dem Kopf gibt es hier eine Nachbildung eines pinken Privatjets, du kannst dich in einem Kaugummieautomaten einsperren lassen, in einer riesen Badewanne (Bällepool) planschen, mit Übergroßen Teddys kuscheln, auf einer Abrissbirne schaukeln und noch so viel mehr.
Es gibt einfach richtig viele coole Motive vor denen du ein Foto machen kannst und dadurch, dass du die vor Ort gemachten Bilder kostenlos Downloaden kannst und es einfach so viele Motive sind, dass du echt viel Zeit hier verbringen kannst finden wir den Eintrittspreis auch echt OK und würden wir das wirklich empfehlen, wenn du noch ca. 2 Std. Zeit über hast oder das Wetter schlecht ist. Und zu voll ist es in den Räumen auch nie, da die Personenzahl am Eingang reguliert wird. Also nur wenn jemand raus kommt, kann der nächste rein. Kann natürlich zu ein bisschen längerer Wartezeit am Eingang führen, aber dafür hast du im Museum selbst echt relativ wenig Menschen und keine Warteschlangen vor den Räumen.

Upside Down Amsterdam Niederlande

05. Damrak • Hauptstraße zwischen Bahnhof und Königspalast

Damrak ist quasi die (touristische) Hauptstraße in Amsterdam. Diese große Hauptstraße führt vom Hauptbahnhof aus direkt bis zum Damplatz mit dem Paleis op de Dam, dem Königspalast. Hier sind massig Restaurants und Bars angesiedelt in denen man was essen oder trinken kann. Außerdem natürlich auch viele kleinere und größere Souvenirläden und Shops in denen man Touren oder Tickets für Attraktionen buchen kann. Die Straße ist eigentlich immer ziemlich voll und belebt. Du kannst dir hier auch die ehemalige Börse anschauen, die inzwischen für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt wird.
In dem Gebäude ist aber beispielsweise auch die Tony’s Chocolonely Chocolate Bar inkl. dazugehörigem Shop. Wer Schokolade mag, sollte hier auf jeden Fall mal vorbei schauen. In dem cool eingerichteten Café gibt es alles was mit der Tony’s Schokolade zu tun hat. Wir sind beide riesen Fans der Schokolade, weil es hier ein paar etwas außergewöhnliche Sorten gibt und die Schokolade einfach richtig lecker ist. In dem Café haben wir einen Kakao bzw. einen Latte Macchiato (natürlich mit viel Schoko) getrunken und eine Waffel und einen süßen Burger gegessen. War alles sehr lecker, aber auch mega süß. Insgesamt sehr gut um sich ein bisschen aufzuwärmen und als kleines Gimmick bekommt man für die doch recht teuren Speisen und Getränke immerhin eine kleine Tafel gratis im Shop. Da kannst du dir übrigens auch deine eigene Schokolade kreieren!
Außerdem ist hier auch das große Einkaufscenter „de Bijenkorf“, was allerdings eher etwas exklusivere Geschäfte beinhaltet. Du kannst aber natürlich auch in eins der vielen Museen dort gehen oder dir an der angeblich besten Pommesbude, Manneken Pis, einen kleinen Snack holen. Hier gibt es außerdem auch einige Touranbieter für Grachtenfahrten. Wenn du in Amsterdam bis kommst du um die Straße vermutlich eh nicht herum, also nimm dir ruhig die Zeit hier entlang zu schlendern. Es gibt auch ein relativ bekanntes, schönes Fotomotiv hier, kurz vor dem Bahnhof. Hier sind die „tanzenden Häuser“, die du bestimmt auch schon mal gesehen hast.

06. Paleis op de Dam • Repräsentationsgebäude der niederländischen Königsfamilie

Der Paleis op de Dam ist der königliche Palast, der auch heute noch aktiv vom Königshaus genutzt wird, allerdings nicht als Sitz der Königsfamilie. Der Palast steht am Kopf des Dam-Platzes und ist schon recht imposant. Der Palast wird heutzutage für Staatsbesuche als Repräsentationsgebäude oder auch als Gästehaus für den Staatsbesuch genutzt. Wenn aber kein Staatsbesuch vor Ort ist oder staatliche Veranstaltungen stattfinden, kann der Palast besichtigt werden. Für 12,50€/Person kannst du den Palast inkl. Audioguide besichtigen. Ob sich das Ganze lohnt können wir dir nicht sagen, weil wir uns den Palast nur von außen angeschaut haben. Als wir da waren, war der Palast nämlich leider geschlossen. Aber allein der große Platz mit dem Monument und dem Blick auf den Palast ist einen Besuch wert. Und wenn du schon da bis, noch ein kleiner Snack-Tipp: Auf der Hinterseite der „Nieuwe Kerk“, die neben dem Palast steht, ist ein kleines Lädchen namens „Melly’s Stroopwafels“, das die in den Niederlanden bekannten Stroopwafeln verkauft. Allerdings in Übergröße, mit Schokoüberzug und Topping! Da mussten wir zuschlagen und waren richtig enttäuscht, dass die kleine Bäckerei am nächsten Tag Ruhetag hatte.

07. Grachten • Kleine Kanäle als Wahrzeichen Amsterdams

Wer an Amsterdam denkt, denkt meist auch direkt an Grachten. Die vielen Kanäle prägen das Stadtbild Amsterdams und machen die Stadt so bekannt. Die längsten und bekanntesten Grachten sind wohl Herengracht,  Prinsengracht, Keizersgracht und Singel, die zusammen schon über 10km lang sind. Seit 2010 gehören die Amsterdamer Grachten auch zu den UNESCO Weltkulturerben und machen natürlich auch den Charme der Stadt aus. Wenn du durch Amsterdam läufst musst du gezwungenermaßen immer wieder einen kleinen Kanal überqueren. Auf den kleinen Brücken stehen häufig viele Fahrräder, ab und an auch schön mit Blumen dekoriert, die ein super Fotomotiv abgeben. Aber auch ohne die Fahrräder lohnt es sich mal auf einer der Brücken stehen zu bleiben, sich die Hausboote oder die vorbeifahrenden Bötchen anzuschauen und den Blick den Kanal runter schweifen zu lassen und auch ein zwei schöne Fotos zu machen.
Natürlich kannst und solltest du dir die Grachten aber nicht nur von oben oder außen angucken, sondern auch eine Grachtenfahrt machen. Die ist gar nicht so teuer (14€ p.P. für 1 Std. haben wir bezahlt) und du erfährst durch den mehrsprachigen Audioguide viele Dinge zu den Grachten und der Geschichte der Grachten. Du bekommst viele interessante Infos über die Stadt selbst und auch über die Sehenswürdigkeiten an denen du vorbei fährst. Die Fahrt ist wirklich angenehm, vor allem bei dem schönen Wetter das wir hatten und die Stunde war recht flott um. Also unserer Meinung nach solltest du auf jeden Fall eine Grachtenfahrt machen, wenn du in Amsterdam unterwegs bist.

08. Munttoren • Turm des ehemaligen Stadttores

Munttoren ist ein Turm in Amsterdam, der damals zur Amsterdamer Stadtmauer bzw. zum Stadttor gehört hat. Im 17. Jahrhundert sind beide Türme (damals gab es zwei) abgebrannt. Einer der beiden Türme wurde dann kurz nach dem Brand wieder auf dem Fundament des alten aufgebaut und steht bis heute im Zentrum Amsterdams, direkt am Blumenmarkt. Den Namen („Münzturm“) hat der Turm übrigens, weil hier seit dem späten 17. Jahrhundert Münzen geschlagen und im angrenzenden Wachhaus geprägt wurden. Du kannst dir den Turm gut von der anderen Uferseite der Singel-Gracht anschauen. Der Turm ist ganz schön anzusehen mit den insgesamt vier Ziffernblättern und hat sogar ein Glockenspiel, das auch immer noch läutet. Wenn du Richtung Blumenmarkt gehst kommst du ohnehin nicht dran vorbei und kannst dir den Turm anschauen.

09. Oude Kerk • Das älteste erhaltene Gebäude Amsterdams

Die Oude Kerk („Alte Kirche“) ist das älteste noch erhaltene Gebäude in Amsterdam. Die Kirche steht im Rotlichtviertel De Wallen und ist erst mal relativ schlicht von außen. Was hier interessant ist, ist aber, dass die Kirche nicht freistehend ist, sondern direkt zwischen früheren Wohnhäusern steht. Das sieht auf den ersten Blick erstmal komisch aus, weil wir es meist gewohnt sind, dass Kirchen für sich auf großen Plätzen stehen. In der Kirche selbst finden neben Gottesdiensten auch verschiedene Ausstellungen und Konzerte statt. Wir haben uns die Kirche nicht von innen angesehen, weil wir ehrlich gesagt keine 10€/Person für den Eintritt ausgeben wollten. Die Kirche scheint von innen aber ganz schön zu sein, wie man auf den Bildern im Internet erahnen kann. Wenn du also am Inneren der Kirche interessiert bist, kannst du dir die Oude Kerk auch von innen angucken.

10. Rotlichtviertel • Knapp bekleidete Frauen in Schaufenstern

Wir sind zugegebenermaßen eher zufällig im Rotlichtiertel gelandet. Auf dem Weg zum Trompettersteeg meinte Jenny irgendwann „Guck mal da sitzen ja Frauen im Fenster!“. Ja das ist im bekannten Rotlichtviertel De Wallen in Amsterdam so. Knapp bekleidete Frauen sitzen im Schaufenster und warten auf Kundschaft. Nicht umsonst ist Amsterdam auch für das Rotlichtviertel bekannt. Wir sind hier relativ früh morgens durch gelaufen und sogar um die Uhrzeit saßen schon Frauen im Fenster. Bedeutend voller und mit einem anderen Flair begegnet einem das Ganze vermutlich Abends wenn alles beleuchtet ist. Spätestens seit der Legalisierung der Prostitution in den Niederlanden, im Jahr 2000, erfreut sich das Rotlichtviertel großer Beliebtheit und inzwischen werden viele Touren angeboten und Junggesellenabschiede gefeiert. Wenn du in Amsterdam bist, solltest du auf jeden Fall mal einen Abstecher hier hin machen.

11. Beurspassage • Kunstvolle Passage zwischen zwei Einkaufsstraßen

Die Beurspassage ist eine hübsche kleine Passage, die die Hauptstraße Damrak mit der parallel verlaufenden Einkaufsstraße (Nieuwendijk) verbindet. In der Passage selbst ist nur Primark als Geschäft angesiedelt. Das Highlight ist aber auch nicht das Geschäft, sondern die Passage selbst. Die in grün gehaltene Passage sieht fast schon edel und exklusiv aus mit den Mosaiksteinen, den schicken Bodenfliesen, Malereien und den Kronleuchtern an der Decke. Die Passage ist künstlerisch wirklich schön gestaltet und wenn du genau hinsiehst, kannst du sehen, dass die Kronleuchter aus alten Fahrradteilen bestehen. Wenn du eh auf dem Damrak entlang läufst solltest du auch die Beurspassage mitnehmen.

De Beurspassage Amsterdam Niederlande

12. Westerkerk • Die Kirche mit dem höchsten Turm Amsterdams

Die Westerkerk ist eine protestantische Kirche in Amsterdam, die zwischen Prinsen- und Keizersgracht liegt. Die Kirche ist vor allem dafür bekannt, dass Rembrandt hier begraben liegt und für ihren Turm. Der Turm ist mit einer Höhe von 85 Metern der höchste Kirchturm Amsterdams und von vielen Orten in Amsterdam zu sehen. Er ist auch deshalb auffällig, weil oben auf dem Kirchturm eine blau schimmernde Krone zu sehen ist, die auch in der Literatur (z.B. in Anne Franks Tagebuch) schon Erwähnung fand. Die Krone war aber nicht immer blau. Im Rembrandt-Jahr 2006 (Rembrandt wurde 1606 geboren, deshalb war 2006 ein Rembrandt-Jahr) wurde die Krone erst blau. Vorher, von 1906 an strahlte die Krone in goldgelber Farbe. Davor war Sie wohl auch schon mal blau. Du kannst die Kirche auch besichtigen. Wir sind nur dran vorbei gelaufen und können deshalb nichts zum Inneren der Kirche sagen. Aber von weitem ist der Turm schon schön zu sehen und auch von Nahem sieht die Kirche ganz schön aus.

13. Trompettersteeg • Die engste Gasse Amsterdams

Die, mit nur knapp einem Meter Breite, schmalste Gasse Amsterdams ist in der Nähe der Oude Kerk. Pass auf, dass du nicht dran vorbei läufst. In der Gasse selbst sind einige Schaufenster, in der wieder leicht bekleidete Damen sitzen. Die Gasse an sich ist ungefähr 30 Meter lang und du solltest hier mal vorbei schauen, wenn du in Amsterdam bist. Auf der einen Seite der Gasse ist ein ganz cooles 3D-Grafitti. Dafür musst du aber Glück haben, dass die Gasse leer ist und du musst den richtigen Winkel dafür treffen. Wir hatten bei unserem Besuch auch ein bisschen Pech. Als wir da ankamen war die Gasse voll mit Joint rauchenden Obdachlosen, die sich in und vor der Gasse ausgebreitet haben. Dementsprechend wollten wir dann keine Fotos machen. Trotzdem ist es einen Besuch Wert.

14. Basilika St. Nikolaus • Imposante Kirche im Herzen Amsterdams

Diese Ende des 19. Jahrhunderts erbaute, katholische Kirche steht in unmittelbarer Nähe zum Amsterdamer Hauptbahnhof. Wenn du den Damrak Richtung Hauptbahnhof läufst kannst du die Kirche gar nicht übersehen. Die Basilika ist ein imposantes Gebäude, das aus den restlichen Häusern heraus sticht. Seit 2012 ist die Kirche sogar eine sogenannte „Basilica minor“, was ein besonderer Ehrentitel ist, der durch den Papst vergeben werden kann. Die Kirche kann wohl auch von innen besichtigt werden und auch Gottesdienste (teilweise auch auf Englisch) kannst du hier besuchen. Wir haben uns die Basilika aber auch nur von außen angesehen.

15. 9 Straatjes • Kleine Sträßchen mit schönen kleinen Geschäften

Die 9 Straßen liegen in der Amsterdamer Innenstadt und sind allesamt Seitenstraßen der Prinsengracht, Keizersgracht, Herengracht und Singel. Wenn du hier her läufst findest du viele kleine Läden. Hier sind eher etwas ausgefallene Läden und Restaurants angesiedelt. Also keine typische Shopping-Meile, wie Damrak, sondern eher viele kleine Boutiquen. Wenn du durch die Straßen läufst, die übrigens auch Namensgeber für das Stadtviertel sind, wirst du auch über einige Brücken der oben genannten Grachten laufen. Hier lohnt es sich auch mal einen Moment stehen zu bleiben und die Grachten hinunter, aufs Wasser zu schauen oder die bunten, mit Blumen geschmückten, Fahrräder zu bewundern, die du auf den Brücken finden kannst. Es ist auf jeden Fall lohnenswert hier mal vorbei zu schauen und durch die kleinen Straßen und Geschäfte zu bummeln, wenn du keine Lust auf den ganz großen Trubel hast.

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