Sachsen • Reiseguide
Im Bundesland Sachsen haben wir bisher nur Dresden sehen können, aber die Stadt hat es uns schon angetan und anderer Städte sind bestimmt ähnlich schön. Wir fanden hier vor allem die historischen Gebäude faszinierend. Dresden hat so viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, dass wir aus dem Staunen kaum raus gekommen sind. Wir haben unseren Kurztrip mit wirklich vielen Sehenswürdigkeiten spicken können und können nur jedem empfehlen sich Dresden zumindest mal ein langes Wochenende lang anzuschauen. Hier gibt es wirklich viele schöne Ecken zu entdecken. Wir entschuldigen uns jetzt schon Mal für die Qualität der Fotos. Es gab Zeiten vor unserer Spiegelreflex und uns kommen beim Anblick der Bilder die Tränen. Aber wir wollten euch die tolle Stadt trotzdem nicht vorenthalten.
Dresden • Die wunderschöne, barocke Stadt an der Elbe
Der Zwinger gehört in Dresden zu den Sehenswürdigkeiten, die vermutlich jeder kennt und die sich auch jeder anschaut. Das war bei uns auch nicht anders und wir finden den Zwinger wirklich schön. Wir hatten glücklicherweise auch noch tolles Wetter, was den Besuch nochmal schöner gemacht hat. Der Zwinger ist ein Gebäudekomplex, der seine Anfänge schon im frühen 18. Jahrhundert hatte und immer weiter gewachsen ist. Die alten Gebäude sehen wirklich toll aus und die Gartenanlage ist auch einen Besuch wert. Es gibt verschiedene Pavillons, die wirklich majestätisch aussehen, wie zum Beispiel das Kronentor oder der Wallpavillon. Schön ist auch das Glockenspiel in einem der vielen Pavillons, das jeden Tag ertönt. Neben den vielen historischen Gebäuden ist aber auch der Garten wirklich schön angelegt. Wir haben uns hier auch einfach ein bisschen auf eine der Bänke an den Brunnen gesetzt und den Blick über das Gelände schweifen lassen. Du kannst aber auch in die Galerien rein und dir den Garten und den gesamten Zwinger von weiter oben anschauen. Einen Besuch ist der Zwinger auf jeden Fall wert.
Die Frauenkirche gehört auch zu den Must-See Spots in Dresden und fehlt sicher auf keiner Sightseeingliste. Die Sandsteinkirche sieht von außen schon wirklich imposant aus, aber auch von innen ist die evangelisch-lutherische Kirche wirklich wunderschön. So wie die Kirche jetzt am Neumarkt steht, gibt es sie noch gar nicht so lange. Erst Ende 2005 wurde die Kirche wieder geweiht und ist seitdem wieder als Kirche nutzbar. Der erste Bau der Frauenkirche wurde 1743 abgeschlossen. Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche dann durch Luftangriffe und den Feuersturm im Stadtzentrum zerstört. Die Ruine diente nach dem Krieg lange als Mahnmal, bis 1993 mit der Räumung und danach mit dem Wiederaufbau begonnen wurde.
Die Kirche gehört nach wie vor zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten und das auch unserer Meinung nach zu Recht. Die fast 100m hohe Kirche sieht eindrucksvoll aus. Du solltest dir das Innere der Kirche mit der riesigen Orgel auch unbedingt anschauen. Wir haben uns die Kirche ohne eine Führung angeschaut und fanden das auch völlig OK. Du kannst für 10€ (Stand Dezember 2022) auch auf die Plattform auf der Kuppel in 67m Höhe. Auf dem Weg nach oben hast du auch immer wieder die Möglichkeit durch Fenster ins Innere der Kirche zu schauen. Wir finden 10€ zwar recht teuer, würden es dir aber trotzdem empfehlen.
Auch die Semperoper ist wohl jedem, der nach Dresden reist, ein Begriff. Sie ist das Opernhaus der Sächsischen Staatsoper Dresden. Die Oper steht in der Nähe der Elbe und verdankt ihren Namen dem Architekten der Oper, Gottfried Semper. Die Oper ist ein wahrer Menschenmagnet. Nicht nur für Touristen, die sich für die Architektur und das Innere interessieren sondern auch für die Veranstaltungsbesucher, von denen es (vor Corona) knapp 300.000 pro Jahr gab. Das heutige Gebäude der Oper wurde im Jahr 1985 eröffnet. Denn auch die Semperoper wurde im Krieg zerstört und musste erst wieder aufgebaut werden.
Die Oper ist sowohl von außen als auch von innen ein sehr prachtvolles Gebäude. Hier können wir dir die Führung durch die Oper wirklich ans Herz legen. Du bekommst einige Hintergrundinformationen und spannende Infos über die Oper. Und allein, um das Innere der Oper zu sehen lohnt sich eine Führung. Die Highlightführung, die wir gemacht haben, reicht unserer Meinung nach und ist mit 13€ (Stand Dezember 2022) auch nicht zu teuer. Wenn du in Dresden bist solltest du dir die Semperoper inkl. Führung anschauen und wenn du oper- oder ballettbegeistert bist ist es bestimmt auch richtig cool sich hier eine Vorstellung anzuschauen. Wir haben zu kurzfristig nach Tickets geschaut, sodass keine mehr verfügbar waren. Wir hätten uns nämlich auch gern ein Stück dort angeschaut.
Die Katholische Hofkirche in Dresden sieht von außen ebenfalls richtig schön aus. Der barocke Stil der Gebäude setzt sich auch bei der Hofkirche fort. Wie der Name schon sagt, war das die Kirche des Hofes in Dresden, weshalb sie immer noch mit dem Residenzschloss verbunden ist. Da Dresden seit 1980 auch Bischofssitz ist, ist die Hofkirche gleichzeitig auch die Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen. Auch die Hofkirche, die im 18. Jahrhundert erbaut wurde, wurde von Luftangriffen im zweiten Weltkrieg (1948) zerstört und danach bis 1965 wieder aufgebaut und möglichst originalgetreu restauriert. Wenn du heute in der Kirche bist kannst du auch noch erkennen, dass die Kirche zum Teil eingestürzt ist, weil die Steine, die beim Angriff stehen geblieben sind etwas verfärbt sind.
Die Kirche ist wirklich groß und anhand der Fläche gemessen sogar die größte Kirche im Freistaat Sachsen. Das Innere der Kirche sieht wirklich prachtvoll aus. Die weiß gehaltene, sehr hohe Kirche hat Holzbänke und viele goldene Verzierungen und bunte Bilder, die die Kirche sehr prunkvoll wirken lassen. Auch die golden verzierte Orgel in der Kirche ist riesig und trägt zum schönen Gesamtbild bei. Insgesamt lohnt sich ein Besuch in der Kirche auf jeden Fall.
Die Kreuzkirche steht am Dresdener Neumarkt und ist die Kirche in Sachsen mit den meisten Sitzplätzen. Zusätzlich dazu ist sie mit 92 Metern Höhe, der höchste Kirchenbau in Sachsen. Sie ist außerdem das kirchenmusikalische Zentrum Dresdens, da hier der Dresdener Kreuzchor & die Kreuzorganisten beheimatet sind. Die Kreuzkirche wurde seit dem ersten Bau schon insgesamt fünf Mal zerstört und zuletzt nach dem zweiten Weltkrieg bis ca. 1955 wieder aufgebaut. Von außen sieht die Kirche etwas unspektakulärer aus als die anderen bekannten dresdener Kirchen. Und auch von innen ist die Kirche eher schlicht und weniger prachtvoll im Vergleich zu den anderen Kirchen. Wenn du in Dresden bist kannst du dir die Kirche aber trotzdem mal anschauen, da sie ohnehin zentral gelegen ist.
Der Cholerabrunnen steht am Zwinger in Dresden und hat seinen Namen offensichtlich von der Krankheit. Der Brunnen wurde 1842 begonnen zu bauen und soll ein Dankeschön dafür sein, dass Dresden in den beiden Jahren zuvor von der Cholera verschont gerblieben ist, die die Stadt lange bedrohte. Der Brunnen, wie er heute dort steht ist aber nicht der Originalbau. Der wurde im späten 19. Jahrhundert abgerissen, weil er zum Verkehrshindernis wurde und eine Versetzung des Brunnens nicht möglich war. Durch das nicht sehr witterungsbeständige Material wurde der Brunnen auch schon häufiger instand gesetzt, sodass du ihn jetzt weiterhin so bewundern kannst, wie er mal gebaut wurde. Wenn du am Zwinger bist lohnt es sich den Brunnen mal anzuschauen. Der Aufbau und die vier Figuren in den vier Himmelsrichtungen sind wirklich schön anzuschauen.
Der Stallhof in Dresden gehört mit zum Komplex des Residenzschlosses und war damal Schauplatz für diverse große Reitturniere in Dresden. Der erste Bau wurde schon Ende des 16. Jahrhunderts abgeschlossen und ist auch in der wiederaufgebauten, heutigen Version einer der ältesten, erhaltenen Turnierplätze der Welt. Heutzutage wird der Stallhof allerdings nur noch selten für Turniere genutzt. Häufiger ist der Stallhof Schauplatz für Theatherveranstaltungen oder für den jährlichen mittelalterlichen Weihnachtsmarkt in Dresden.
An der Außenseite des Stallhofes ist das größte Porezellanwandbild der Welt, der Fürstenzug, zu sehen. Das Bild aus 23.000 Fliesen aus Meißen ist 102 Meter lang und zeigt die 34 Herrscher, die zwischen 1127 & 1873 in Dresden geherrscht haben. Im Gegesatz zu vielen anderen Sehenswürdigkeiten hat der Fürstenzug den Krieg fast unversehr überstanden und es mussten nur einzelne Fliesen restauriert oder ersetzt werden.
Der Stallhof mit dem Fürstenzug solltest du dir auf jeden Fall anschauen wenn du in Dresden bist. Es lohnt sich.




