Albany • Reiseguide
Albany • Reiseguide
Albany liegt an der Südküste von Western Australia und fühlt sich rauer, wilder und ursprünglicher an als viele andere Orte im Südwesten. Hier trifft der offene Southern Ocean auf zerklüftete Küsten, hohe Klippen und endlose Strände, an denen man oft ganz für sich ist. Die Region rund um Albany ist geprägt von Naturerlebnissen: spektakuläre Küstenlandschaften, kraftvolle Wellen und Aussichtspunkte, an denen man die Weite des Ozeans richtig spürt. Hier findest du die Albany Sehenswürdigkeiten, die du auf deiner Reise nicht verpassen solltest.
01. Two Peoples Bay Nature Reserve
Die Two Peoples Bay liegt nur wenige Kilometer von Albany entfernt und gehört zu den schönsten Küstenabschnitten der Region. Feiner, heller Sand trifft hier auf leuchtend türkisfarbenes Wasser und sanfte Hügel im Hintergrund. Die Bucht wirkt ruhig, weit und fast unberührt, ein starker Kontrast zur rauen Südküste rund um Albany. Um in den Nationalpark zu kommen musst du eine Gebühr von 17$ pro Auto zahlen. Dies lohnt sich aber alle mal. Im folgenden findest du alle Orte, die wir uns hier angeschaut haben und wir können schonmal spoilern: Das waren die schönsten Orte für uns in Australien, wenn nicht sogar die schönsten Strände, die wir bisher gesehen haben in unserem Leben.
Little Beach
Der Little Beach liegt im Two Peoples Bay Nature Reserve bei Albany und ist einer dieser Strände, bei denen man erst einmal stehen bleibt und nichts sagt. Das Wasser leuchtet in intensiven Türkistönen, der Sand ist fast unwirklich weiß und die großen, runden Felsen rahmen die Bucht perfekt ein. Schon beim ersten Blick wirkt alles wie aus einem Bilderbuch, nur echter. Trotz dieser unglaublichen Schönheit waren kaum Menschen dort. Kein Lärm, kein Trubel, nur das Meer, der Wind und diese Weite. Genau das verstärkt den Eindruck noch einmal um ein Vielfaches.
Aus der Luft zeigt sich Little Beach fast noch eindrucksvoller. Die Drohnenaufnahmen machen sichtbar, wie klar das Wasser ist und wie harmonisch sich Strand, Felsen und Küste ineinanderfügen. Türkis, Weiß und das dunklere Blau des offenen Meeres wechseln sich ab und wirken fast surreal. Für uns ist Little Beach nicht nur einer der schönsten Strände in Western Australia, sondern der schönste Strand, den wir in ganz Australien gesehen haben. Wir haben uns nur noch mit Worten wie „krass“, „mega“ und „unreal“ überschlagen, da wir noch nie so etwas gesehen haben. Schon wenn man mit dem Auto zum Parkplatz am Strand fährt, sieht man die krassen weiß und türkis Töne. Als wir dann ausgestiegen sind konnten wir unseren Augen kaum trauen.
Wir haben den Strand am Anfang etwas unterschätzt und waren sogar am überlegen ihn auszulassen. Nun war der Strand aber eines unserer absoluten Highlights auf der ganzen Reise! Also lass den Little Beach auf keinen Fall weg, wenn du rund um die Albany Sehenswürdigkeiten unterwegs bist.
Waterfall Beach
Der Waterfall Beach liegt direkt neben dem Little Beach im Two Peoples Bay Nature Reserve und wirkt auf den ersten Blick genauso wild und ursprünglich. Hohe Felsen, türkisenes Wasser und weißer Strand. Wir sind allerdings nicht bis hinunter zum Strand gegangen. Um dorthin zu gelangen, müsste man über glitschige Felsen klettern, das war uns zu heikel. Stattdessen sind wir oben auf den Felsen geblieben und haben die Aussicht von dort genossen. Von oben wirkt die Küste weit, kraftvoll und deutlich wilder als Little Beach nebenan.
Einen Wasserfall haben wir hier übrigens nicht gesehen. Der Name klingt spektakulär, aber zumindest zu unserer Zeit war kein Wasserfall erkennbar. Dazu kamen extrem viele Mücken, die den Aufenthalt deutlich weniger entspannt gemacht haben. Der Waterfall Beach ist für uns deshalb eher ein kurzer Aussichtsstopp als ein klassischer Strandbesuch. Hin kommst du übrigens wenn du den Little Beach bis zum Ende läufst und dann die Treppen am Ende hoch gehst und auf der anderen Seite wieder runter. Es lohnt sich auf jeden Fall.
02. Torndirrup Nationalpark
Der Torndirrup Nationalpark liegt direkt an der Südküste bei Albany und zeigt die Region von ihrer wildesten Seite. Gewaltige Granitfelsen, steile Klippen und der offene Southern Ocean prägen die Landschaft. Hier spürt man die Kraft des Meeres besonders intensiv rau, laut und beeindruckend. Orte wie The Gap und Natural Bridge machen deutlich, wie stark Wind und Wellen diese Küste über Jahrtausende geformt haben. Auch hier musst du eine Gebühr von 17$ pro Auto bezahlen. Es lohnt sich aber. Der Torndirrup Nationalpark ist zwar ganz anders als die Two Peoples Bay aber uns hat es trotzdem richtig gut gefallen.
The Gap
The Gap liegt im Torndirrup Nationalpark bei Albany und gehört zu den eindrucksvollsten Naturhighlights der Region. Hier hat der Southern Ocean über Jahrtausende eine schmale Felsspalte in den massiven Granit geschnitten, durch die die Wellen mit unglaublicher Wucht drücken. Besonders beeindruckend ist die moderne Aussichtsplattform, die direkt über der Schlucht schwebt. Von oben blickt man senkrecht hinunter auf das tosende Wasser, das gegen die Felsen kracht. Je nach Wellengang spürt man die Kraft des Ozeans nicht nur visuell, sondern fast körperlich, laut, unruhig und kompromisslos.
Im Gegensatz zu den ruhigen, fast perfekten Stränden rund um die Two Peoples Bay zeigt sich die Südküste hier von ihrer wilden Seite. Für uns war The Gap kein schönes Postkarten-Motiv im klassischen Sinne, sondern ein intensives Naturerlebnis, das lange im Kopf bleibt, roh, laut und absolut beeindruckend.



Natural Bridge
Die Natural Bridge liegt ebenfalls im Torndirrup National Park bei Albany und zeigt genauso eindrucksvoll, was Wind, Wasser und Zeit aus massivem Granit formen können. Über Jahrtausende hat der Southern Ocean hier eine natürliche Steinbrücke geschaffen, die sich heute elegant über die tosende Brandung spannt. Von der Aussichtsplattform blickt man direkt auf die Brücke und das offene Meer darunter. Die Wellen rollen unaufhörlich heran, schlagen gegen die Felsen und verschwinden wieder unter der massiven Steinformation.
Im Gegensatz zu The Gap wirkt die Szene hier fast harmonisch. Die Natural Bridge ist leicht zugänglich und lässt sich perfekt mit einem Besuch bei The Gap kombinieren. Beide Orte liegen nah beieinander und zeigen zwei völlig unterschiedliche Gesichter derselben Küste: dort roh und laut, hier geformt und fast ruhig. Für uns ist die Natural Bridge ein Staunen über die Formen, die entstehen, wenn man der Zeit genug Raum lässt gewesen.
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